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Erich Kästner Realschule Brühl

Hat diese Schule ein Müllproblem? In der Mitte des Atriums hängen große blaue Müllsäcke, voll bepackt mit Abfällen. Der Boden ist übersät mit leeren Wasserflaschen und weggeworfenen Plastikverpackungen. In der Erich-Kästner Realschule ist aber nicht etwa der Putzdienst ausgefallen. Es handelt sich um eine Ausstellung der Klasse 10a. Titel: „Klimawandel geht uns alle an“, denn das Müllproblem ist überall. Für ihre Installation sammelten die Schülerinnen und Schüler die Abfälle einer ganzen Woche. Um den Müllberg herum stehen Spiegel, die dem Ausstellungsbesucher zeigen, wer hier der Verursacher ist. Mit ihrer Installation richtet sich die Klasse an die gesamte Schulgemeinschaft. Sie soll zum Nachdenken anregen und zu einem bewussteren Umgang mit der Umwelt. Damit jeder eine Antwort findet auf die Frage: Wie kann ich klimafreundlicher handeln? Auf einer interaktiven Stellwand sind alle dazu eingeladen, ihre Ideen zu nachhaltigerem Handeln in der Schule und im Alltag mit der Gemeinschaft zu teilen. Die Vorschläge reichen von Energiesparen über eingeschränkten Fleischkonsum bis hin zu fair gehandelter Kleidung.

Mit unserem Kunstwerk möchten wir zeigen, dass es Spaß machen kann, Umweltverschmutzung zu vermeiden.

Zwei Schüler der Klasse 10a

Sowohl im Geografie- als auch im Kunstunterricht beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler zuvor mit dem Klimawandel. Mit Künstlerin Ruben Bürgam ging es dann raus aus dem Klassenzimmer – in ein Parkhaus. Durch künstlerische Interventionen entdeckten die Jugendlichen neue Perspektiven auf diesen unbelebten Ort, der plötzlich mehr war, als nur ein Abstellraum für Autos. Inspiriert von diesen „Parkplatzreflexionen“ machten sie sich an die Umsetzung ihrer eigenen Ideen für Klima-Kunst. Neben der Ausstellung entstanden die unterschiedlichsten Werke, unter anderem eine Collage über vermüllte Zukunftsvisionen oder ein Erklärvideo über spaßbringende Müllentsorgung.