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Berufsbildende Schule Osterholz-Scharmbeck Osterholz-Scharmbeck

Die artistic seed „Stadtbilder“ mit Künstler Jörg Isermeyer hat die 22 Jugendlichen der Klasse der Berufsfachschule Wirtschaft motiviert, Menschen im öffentlichen Raum auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Sie waren positiv überrascht, wie viele verschiedene Dinge es da draußen gibt, aus denen Kunst gemacht werden kann, um damit die Menschen auf ernste Situationen aufmerksam zu machen. Eine gute Gelegenheit dazu bot die Umwelt- und Nachhaltigkeitsmesse, auf der die Schüler*innen in Eisbären-Kostümen für den Klimaschutz demonstrierten. Auf Schildern prangten ihre Parolen „Klimawandel ist doof“ und Eisbären wollen leben“. Auf der Straße ging die Demonstration später weiter. KlimaKunstSchule hat die jugendlichen „Eisbären“ zu ihrer Aktion interviewt:

War es eine Überwindung, sich als Eisbär verkleidet für den Klimaschutz einzusetzen? Nein, wir haben es freiwillig gemacht und es hat uns großen Spaß gemacht.

Wie haben die Menschen darauf reagiert? Auf jeden Fall waren sie überrascht, die Eisbären in der Schule und auf der Straße zu sehen.

Was hat euch besonders beeindruckt? Die wichtigste Erfahrung war die Wärme unter den Eisbären-Kostümen, durch die wir uns in das echte Eisbären-Leben hinein versetzen konnten. Die Menschen haben uns oft darauf angesprochen, ob es nicht zu heiß unter den Kostümen sei und wir sie nicht lieber ausziehen wollten. Unsere Antwort darauf war nur, dass die Eisbären ihr Fell ja auch nicht abnehmen könnten.

Viele Menschen haben unsere Idee gut angenommen. Durch uns haben sie sich einen Kopf darüber gemacht und gemerkt, dass dieses Problem wirklich Realität ist. Unsere Motivation, weiter gegen den Klimawandel zu kämpfen, ist dadurch gestiegen.

Ein jugendlicher Eisbär

Obwohl die Schule seit vielen Jahren „Umweltschule in Europa“ ist, bleibt für Lehrerin Christiane Bodammer nachhaltiges Handeln auf persönlicher wie auch auf institutioneller Ebene eine harte Nuss. Sie ist überzeugt, dass die große Aufmerksamkeit, die die Eisbären-Aktion erhalten hat, zukünftigen Umweltschutzprojekten dabei helfen wird, diese Nuss zu knacken.

In einem weiteren Projekt probierten sich die Schüler*innen in einer anderen künstlerischen Disziplin. Ziel war es, einen kurzen „Werbefilm“ zu drehen, der die Folgen und Auswirkungen des Klimawandels verdeutlichen sollte. Unterstützung erhielten sie dafür von dem Bremer Filmemacher Dirk Lindes. Zusammen wurden verschiedene Ideen und Konzepte diskutiert. Das gefundene Thema „Wir haben keine zweite Erde im Kofferraum“ sollte dann filmisch umgesetzt werden. Dabei übernahmen die Schüler*innen alle wichtigen Rollen: vom/n Schauspieler*in zur Maske bis Tontechniker*in. Die Verantwortung für das Ergebnis trugen die jungen Künstler*innen. Der fertige Film begeisterte daher umso mehr. Stolz wurde er auf der schuleigenen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmesse erstaunten Mitschüler*innen und Lehrkräften präsentiert. Das örtliche Kino nahm den Spot sogar in sein Vorprogramm auf.

Die Schule im Internet
http://www.bbs-ohz.de